Mittwoch, 6. März 2013

Le Tour de Torture


Jaja, der Titel ist schon ernst gemeint.
Aber fangen wir mal ganz von vorne an.

Vor wenigen Wochen kontaktierte mich Roland aka Steinhügel mit der Info, das er beruflich wieder im Rheinland verweilen wird.. Da wir bereits im letzten Jahr eine kurz angesetzte "Cacher-meets-Cacher-Tour" unternommen hatten, sollte sie natürlich auch jetzt erneut stattfinden. Einen Tag vor unserem Treffen habe ich natürlich versucht einige Highlights in der Homezone rauszusuchen, die ich erstens natürlich absolut empfehlen konnte und zweitens die ich dann auch noch nicht in meiner Statistik hatte. Somit stand der Cachetour natürlich nichts mehr im Weg und war auch bestens vorbereitet.

Bereits wenige Minuten nach unserem Aufeinandertreffen in Jülich, ging es schon gemütlich zum ersten ausgesuchten Tradi, die Rurbrücke Jülich, ein D3/T4. Vor Ort angekommen war schnell klar wo sich die Dose befinden muss. Nun, meiner einer leidet leider unter Höhenangst und somit war die Hoffnung groß das der Roland sich die Dose holt. Leider war das ein Satz mit X, denn er meinte nur: "Jetzt kannst du dich revangieren, im letzten Jahr bin ich ja den Baum hinauf." "Autsch", habe ich nur gedacht. Jetzt bloß nicht den Schwanz einziehen. Ein Blick Richtung Ziel, wobei die Dose noch nicht einmal zu sehen war, demnach also nur das vermutete Ziel, und schnell war klar das zwischen mir und dem Fluss mindestens 5-7m liegen werden. Das sind normalerweise für mich mal locker 5-7m too much. Es half aber nichts, jegliche Worte ihn umzustimmen verhallten wie eine Luftblase in einer Konzerthalle.

Gekonnt (auf jeden Fall sollt es so aussehen) schwang ich mich auf die Unterbaukonstruktion der Brücke und setzte mich erst einmal auf das dickste Rohr was hier zu sehen war oder besser gesagt, zu erreichen war. Tief Luft geholt und zack waren die ersten Meter schon bewältigt. Da die Dose hier noch immer nicht zu sehen war und mein Herzchen immer mehr Richtung Hals pochte, trat ich den Rückzug an. 1 Meter, wirklich NUR 1m bevor ich wieder runter wollte, kam dann einer dieser extrem geilen "Sissisprüche" vom Roland. Ich und Sissi? Pah..... ja ein wenig vielleicht ;) Nun gut, ich also wieder los. Gedanklich habe ich schon alles meiner Habseligkeiten unter meinen Kindern aufgeteilt, bis ich auf einmal die Dose erspähte und sie glücklich in den Händen hielt. Erst jetzt wurde mir klar wie weit ich bereits unter der Brücke "gerobbt" bin. Nun kam mein Meisterstück: Versuche du dich mal darin eine Dose zu öffnen, das Logbuch herauszuholen, dich einzutragen, dabei die Dose nicht loszulassen und ganz ganz wichtig nicht das Gleichgewicht zu verlieren!!! Ich glaube meine hier entdeckte Technik ist schon fast einzigartig. Ich gehe da jetzt mal nicht ins Detail, aber ich bin mir sicher morgen Muskelkater in beiden Popobäckchen zu haben ;)
Nun, das war ein wohl verdienter Punkt in meiner Statistik, bin auch ganz stolz drauf ;)

Nach einigen Earthcaches (Die Rurrand-Verwerfung, Rurmäander) und hier da eingesammelte Ratehaken (Das zerbrochene Ei, Rurtalbahn Tetz, Ein Bayer im Rheinland), durfte ich noch in ein Tünnelchen kriechen um den Tag perfekt zu machen (Auf die Knie!). Auch hier habe ich mich nicht lumpen lassen und mich todesmutig ins Dunkle geschmissen ;) Ganz ehrlich, mit diesen kleinen, dicken und schwarzen 8-beinigen Monstern hätte auch ein Roland mich heute nicht dazu überreden können. Zum Glück war es erst seit wenigen Tagen etwas wärmer und somit reichte es den kleinen Monstern wohl noch nicht ihren fiesen kleinen Netze zu spinnen. Völlig fertig und ein wenig stolz beendeten wir unsere 3 stündige "Tour de Torture" und verabredeten uns schon für kommende Jahr...

An solchen Storys und Aufeinandertreffen sehe ich immer wieder, das mein Hobby doch immer noch Spaß macht.

Danke für den schönen Tag und viele Grüße in Steinhügels Heimat.

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